Oberpfälzer Schmierkuchen

Der Oberpfälzer Schmierkuchen entstand als Arme-Leute-Kuchen aus Zutaten, wie man sie auf dem Hof hatte und wurde oft zu Kirchweih, an Sonntagen oder zur Erntezeit gebacken.

Diese ganz typische traditionelle Süßspeise aus der Oberpfalz wird durch die „Schmiere“ charakterisiert. Die streichfähige Masse besteht meist aus Sauerrahm oder Quark, Eiern, Zucker und oft Mohn. Manchmal sind auch Grieß, Rosinen oder Nüsse im Spiel. Die Konsistenz ist cremig, nicht fluffig wie bei modernem Käsekuchen. Grundlage ist meist ein einfacher Hefeteig, nicht buttrig oder üppig, sondern bäuerlich-pragmatisch, der gut zur säuerlich-süßen Schmiere passt.

Der Oberpfälzer Schmierkuchen ist kein Showkuchen, sondern ein ehrlicher, regionaler Traditionskuchen: nicht sehr süß, leicht säuerlich, herzhaft-cremig, rustikal, wandelbar und eng mit der oberpfälzischen Küche verbunden.

Für Schmierkuchen gibt es nicht das eine „richtige“ Rezept, sondern eine Vielfalt an Interpretationen, mal mit Mohn, mal ohne, mal mit Streusel, mal ohne – viele Familien hatten ihr eigenes Schmierkuchen-Rezept.