Schornbladln

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Schornbladl, oft auch Schoitl genannt, sind dünne Teigfladen. Diese wurden früher beim Brotbacken aus dem Restteig im Backtrog zusammen gescharrt, geformt und im Backofen mit der Resthitze gebacken. Zwischen Waldmünchen und Regen werden sie noch in einigen Bäckereien angeboten.

Die traditionellen Rezepte mit Schornbladln sind der unkomplizierten Alltagsküche zuzurechnen. In der einfachsten Version werden die Platten gebrochen, gewässert und mit darüber geschlagenem Ei in der Pfanne gegart.

Es wird berichtet, dass Schornbladl auch ohne weiteres erwärmtem Sauerkraut beigefügt wurde. Nicht viel mehr Aufwand war nötig, sie in Milch einzuweichen und mit Zwiebel, Kartoffelscheiben und Ei zu ergänzen. Größere Mengen garte man gerne im Rohr, das sparte Fett. Viel mehr hat die traditionelle Küche nicht überliefert.

Die Verbindung von Schornbladl und Milch führt zu einem überraschend harmonischen, kompletten Geschmack, der an Semmelknödel erinnert und zu Versuchen einlädt.

Omas Kochkunst wird in der Region vielfach mit dem mehr oder weniger glücklichen Umgang mit Schornbladl verbunden. Hier zeigt sich wieder: Es kommt darauf an, was man daraus macht.